23. September

24 Stunden Spitzenleistungen für den guten Zweck

Überragendes Engagement und sportlichen Ehrgeiz zeigten die Birklehoferinnen und Birklehofer beim diesjährigen 24-Stunden-Lauf. Am 22. und 23. September liefen sie insgesamt 12.465 Runden um den Birklehof-Campus.

Damit übertrafen sie das Rekordergebnis vom letzten Jahr um vier Runden, wobei damals dank des starken Abiturjahrgangs sogar 18 Teilnehmende mehr am Start waren.

Das Wetter meinte es gut mit unseren Sportler:innen. Heiteres Herbstwetter, trocken und nicht zu heiß, unterstützte sie bei ihrem Vorhaben. 213 hatten sich angemeldet, bunt war die Schar der Läufer:innen: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Hauserwachsene, ein Schulleiter, Kinder und Hunde waren am Start. Inspiriert von der Crazy-Outfit-Competition war eine ganze Delegation aus Hogwarts angereist, zudem trugen sich Peppa-Wutz, drei Minnie-Mäuse, ein Quartett aus Bayern und einige skurrile Gestalten in die Startliste ein.

Jede und jeder bekam eine Startnummer, an der man sie/ihn erkennen und zählen konnte. Das Technikteam mit Paul (Q2) und Kevin (Q1) hatte seine App vom letzten Jahr optimiert. Mittels mobilen Endgeräts konnten die Teilnehmenden nun verfolgen, wieviel Runden sie aktuell gelaufen sind und ob ihre letzte Runde auch wirklich gezählt worden ist. Das Helferteam, geleitet von Lea Sienknecht und Oliver Bieber, behielt die Läufer:innen rund um die Uhr im Auge, feuerte sie an, zählte die Runden und gab die Ergebnisse in die Laptops ein.

Neben der großen Wette zugunsten der Starehe Boys´ und Starehe Girls´ School in Nairobi, Kenia, liefen auch viele private Wetten und Challenges innerhalb der Schulgemeinschaft als Ansporn und Motivationssteigerung. Die Klasse 7 zum Beispiel hatte mit ihrem Deutschlehrer Herrn Hauk gewettet, gemeinsam mehr 650 Runden zu laufen. Falls sie das Ziel verfehlen sollten, wollten sie ein Gedicht auswendig lernen. Sie schafften es souverän und dürfen nun einen Film mit ihm schauen. Bei der Schulwette hatte die Lehrerschaft die Schülerinnen und Schüler herausgefordert: Mehr als 9.999 Runden sollten sie laufen. Auch diese Hürde wurde lässig genommen, am Ende waren es 11.400. Für diesen Fall hatten die Lehrkräfte versprochen: „Wir tanzen für euch!“ Wir sind gespannt.

In der Nacht zum Samstag sorgten die älteren Jahrgänge dafür, dass immer ein, zwei Läufer:innen auf der Strecke waren. Am nächsten Morgen stießen dann der Großteil der Schülerinnen und Schüler hinzu und legten einen fulminanten Schlussspurt hin. 12.456 Runden erliefen die Birklehofer:innen in der Endabrechnung, das sind 8.227 Kilometer. Im Durchschnitt ist jede/jeder der 213 Teilnehmenden 58,5 Runden gelaufen, das entspricht einer Strecke von 38,6 Kilometern.

Das allein ist schon ein herausragendes Ergebnis. Am folgenden Montag wurden dann in der Schulversammlung die besonderen individuellen Leistungen gewürdigt. Und weil es so viele waren, geriet die Liste der Geehrten sehr lang. Kajetan (Q1) lief die meisten Runden, 171, eine Strecke vom 112,86 Kilometern. Ihm folgten Adrian D. (10B) und Maximilian (9A) mit 160 Runden und Adrian R. (10B) mit 157. Insgesamt liefen 44 Birklehofer:innen 100 Runden und mehr, das ist eine Distanz von mindestens 66 Kilometern.

Die erlaufene Rundenzahl wird sich direkt in der Höhe der Unterstützung für die Schulen in Kenia widerspiegeln. Oliver Bieber, Organisator des 24-Stunden-Laufs und Round Square Representative kennt den Ursprung dieser Birklehof-Tradition:

„Auf der Round Square Conference, die im November 1996 in Nairobi an der Starehe Boys’ School stattfand, erfuhren die Teilnehmer, dass der größte Spender, die „Save the Children Found“ aus Großbritannien, seine bisherige finanzielle Unterstützung drastisch zurückfahren musste. Da sich die Starehe Boys’ School zum weitaus größten Teil aus Mitteln dieser Organisation finanzierte, hätte dies bedeutet, dass viele Schülerinnen und Schüler ihre Schullaufbahn nicht hätten beenden und viele andere Kinder nicht hätten aufgenommen werden können.

Aus den Reihen des Round Squares kam der Gedanke auf, dass jede Mitgliedsschule – je nach Größe – Schülerinnen und Schüler selbst sponsern könnte. Die Birklehofdelegation sagte spontan Hilfe zu. Die Mittel zur Unterstützung von drei Schülerinnen und Schülern – es handelte sich um eine Summe von ca. 2.500 € – sollten jedoch nicht aus dem Schulhaushalt kommen, sondern durch gezielte Aktionen der gesamten Schule aufgebracht werden. Unter diesen Voraussetzungen gab die Birklehofdelegation für die Starehe Boys’ School die Versicherung, jedes Jahr das Schulgeld für drei Schülerinnen und Schüler zu überweisen. Seit der Gründung der Starehe Girls’ School im Jahre 2006 unterstützen wir beide Teilschulen gleichberechtigt.“

Die Spendensumme bewegt sich in den letzten Jahren mittlerweile im hohen vierstelligen Bereich. Mit dem erneuten Rundenrekord dürfte in diesem Jahr ein ähnlich hoher Betrag zusammenkommen –dank der engagierten Leistung der Birklehofer:innen und der Großzügigkeit ihrer Wettpat:innen.

Fotos: Zicheng (Q2), Anita Mukasa, Wolfgang Finke
Text: Oliver Bieber, Wolfgang Finke 

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